Ratiopharm Ulm sichert sich den jungen Forward Armel Traoré
Ratiopharm Ulm hat am 1. Juli 2024 den 23‑jährigen französischen Forward Armit Traoré verpflichtet, um die Offensivoptionen zu erweitern und mehr Defensivkraft im Paint zu erhalten. Der 2,05 m große Spieler kommt nach Stationen in der NBA und EuroLeague und will in Ulm eine größere Rolle übernehmen.
Welche Erfahrungen bringt Traoré mit?
Traoré sammelte bereits Goldmedaillen mit den französischen Jugendnationalmannschaften, zuletzt bei der U20‑Europameisterschaft 2023. In der NBA Summer League 2022 überzeugte er genug für einen Two‑Way‑Vertrag bei den Los Angeles Lakers, wo er in neun regulären Spielen neben LeBron James durchschnittlich 2,1 Punkte und 1,4 Rebounds erzielte. Anschließend spielte er in der EuroLeague für ASVEL Lyon‑Villeurbanne, wo er in 12 Einsätzen 5,3 Punkte, 3,2 Rebounds und 1,1 Assist pro Spiel beisteuerte.
Warum wechselt er nach Ulm?
Der Wechsel nach Ulm ist laut eigenen Aussagen bewusst gewählt, um mehr Minuten auf dem Court zu erhalten und sich sportlich weiterzuentwickeln. In Ulm erwartet ihn ein System, das schnelle Pick‑and‑Roll‑Kombinationen und aggressive Verteidigung im Perimeter fördert – genau das, was sein Spiel als vielseitiger Forward verbessern kann. Trainer Johannes Strasser betont, dass Traoré mit seiner Athletik und seinem Basketball‑IQ sofort in die Rotationskader integriert wird.
Französische Verstärkung am OrangeCampus
Mit Mohamed Diakité, Meissa Faye und Adam Atamna bildet Traoré eine kleine französische Gruppe, die gemeinsam den Team‑Spirit stärken soll. Die Vier sollen nicht nur Punkte aus dem Paint, sondern auch von außen liefern und die Defensivarbeit im Low‑Post intensivieren. In den ersten Trainings zeigte Traoré bereits ein gutes Timing beim Blocken von Drives und eine solide 3‑Punkt‑Quote von 38 % in den Scrimmages.
Was bedeutet das für die kommende Saison?
Ratiopharm Ulm peilt einen Platz in den Playoffs der BBL an, und die Hinzufügung eines Spielers mit NBA‑Erfahrung könnte das Team in engen Viertel‑ und Endspiel‑Situationen stabilisieren. Wenn Traoré seine durchschnittlichen 5,3 Punkte aus der EuroLeague auf mindestens 8 Punkte pro Spiel steigern kann, könnte er ein entscheidender Faktor im Kampf um die oberen Tabellenplätze werden.
