Ratiopharm Ulm hat nach dem Finaleinzug der OrangeAcademy in der ProB den Sprung in die ProA bestätigt – die Nachwuchsmannschaft startet am 27. September auswärts in Bremerhaven.
Was bedeutet der Aufstieg für die OrangeAcademy?
Der Aufstieg bedeutet, dass die OrangeAcademy nun gegen Teams mit Millionenbudgets und klaren Aufstiegszielen antritt. Trotz jugendlichem Durchschnittsalter von 18 Jahren will Ratiopharm Ulm die Talente im Paint, im Perimeter und im Fast‑Break weiterentwickeln. Das Ziel bleibt, Spieler für die BBL‑Mannschaft fit zu machen, auch wenn die ProA‑Liga physisch anspruchsvoller ist.
Wer übernimmt das Coaching?
Mehdi Mary, 46, übernimmt als Headcoach die Leitung. Der Franzose bringt internationale Erfahrung und eine Spezialisierung auf Spielerentwicklung mit. Er ersetzt Florian Flabb, der zum Crailsheim Merlins wechselt. Geschäftsführer Dr. Thomas Stoll betont, dass Mary das „Kapitäns‑Boot“ für die junge Besatzung steuert und die Offensiv‑ und Defensiv‑Philosophie neu ausrichtet.
Wie sieht der ProA‑Spielplan aus?
Der Saisonstart erfolgt am 27. September in Bremerhaven, gefolgt vom ersten Heimspiel am 2. Oktober gegen die Kirchheim Knights. Zwei Tage später trifft Ulm auf Heidelberg, ein ehemaliger BBL‑Club. Am 18. Oktober kommt das erste Duell mit Flabb zurück, diesmal als Trainer der Hakro Merlins Crailsheim. Die dichten Turnuszeiten fordern schnelle Regenerationsphasen, doch das Management bleibt zuversichtlich.
Welche Herausforderungen erwarten das Team?
Die ProA‑Liga stellt höhere Anforderungen an Rebounds, Blocks und Steals. Gegner wie die Crailsheim Merlins oder die Kirchheim Knights verfügen über etablierte Scorer und starke Pick‑and‑Roll‑Kombinationen. Ratiopharm Ulm plant, die jungen Spieler durch intensive Trainingssessions und gezielte Video‑Analysen auf diese Intensität vorzubereiten. Der Fokus liegt darauf, in jedem Viertel konsequent zu agieren und die Turnover‑Quote zu minimieren.
Was bedeutet das für die Zukunft von Ratiopharm Ulm?
Langfristig soll die OrangeAcademy als Talent‑Pipeline dienen. Erfolgreiche Integration von Spielern wie Nico Bretzel, der bereits in der ProA aktiv war, zeigt das Potenzial. Wenn die jungen Athleten in der ProA bestehen, kann Ratiopharm Ulm in den kommenden Jahren stärker auf Eigenproduktionen setzen und die BBL‑Kaderkosten reduzieren.
